Unserer geliebten Melly

geboren am 23.09.2004

gestorben am 25.05.2013

 
   

Es sollte ein schöner Samstag werden. Es wurde ein rabenschwarzer.

Für uns unfassbar, weil wir in keinster Weise darauf vorbereitet waren. Wieder eine große Leere in unseren Herzen.

Melly zog mit 8 Wochen bei uns ein und entwickelte sich zu einer prächtigen Hündin. Sie war ganz besonders anhänglich und konnte nur sehr schlecht alleine sein. Immer wollte sie dabei sein. Sie hatte eine ganz besondere Aura! Alle Hunde hatten gehörigen Respekt vor ihr, trotzdem sie immer freundlich zu allen war. Sie liebte es, wenn wir Besuch bekamen. Sie zog die Lefzen zu einem breiten Grinsen hoch. Sie spielte so gern Ball und wenn ihr langweilig war, zerpflückte sie die Lederbälle. Buddeln fand sie toll. Wenn es Fresserchen gab, hüpfte sie vor Freude.

Melly war nie krank. Am Donnersteg beobachtete ich, dass sie abends schwer atmete. Am Freitag schaute ich ihr in ihre wunderschönen dunklen Augen und diese sagten mir, dass etwas nicht mit ihr stimmt. Wir fuhren am Samstag früh zu meinem Tierarzt. Die ersten Röntgen- und Ultraschallbilder vom Bauchraum zeigten nichts auffälliges. Dann hielten wir das Ultraschallgerät zum Herzen hin. Da stimmte etwas ganz und gar nicht. Das Röntgenbild zeigte uns dann das Unfassbare. Melly hatten einen großen Tumor am Herzen. Mein TA war genauso entsetzt wie ich. Wir fuhren auf sein Anraten noch zu einer weiteren Tierärztin, auf ihrem Ultraschallgerät war alles noch deutlicher zu sehen...

Beide Ärzte rieten mir, Melly sofort einzuschläfern. Das konnte ich aber nicht tun. Wir alle mussten uns doch noch von ihr verabschieden!!! Mit solch einer Diagnose hatte doch keiner gerechnet!!!

Ich stieg mit Melly wieder ins Auto und wir traten unsere letzte gemeinsame Autofahrt an. Sie schaute so interessiert aus dem Fenster, als ob sie wusste, dass es ihre letzte Fahrt sein würde. Zuhause begrüßte sie alle freudig und alle unsere Hunde schienen zu fragen: „Was ist mit dir?“

Auch unser Sohn Maik war inzwischen gekommen und wir lagen abwechselnd mit Melly auf unserem Bett. Sie atmete so schwer. Daraufhin fasste ich mir ein Herz und rief bei meiner sonst behandelnden Tierärztin Frau Dr. Valentin an. Sie hatte ja am Samstag keine Sprechstunde, war aber sofort bereit, zu uns zu kommen. Ich möchte ihr auf diesem Weg auch noch einmal ganz herzlich dafür danken. Nun hatten wir noch eine Stunde zusammen mit unserer Melly. Wir holten sie ins Wohnzimmer, alle gingen noch einmal in den Garten und wir genossen intensiv diese letzten Minuten.

Als unsere Tierärztin vorfuhr, ließen wir Melly in den Vorgarten und sie begrüßte wie immer freudig und schwanzwedelnd diesen Besucher. Wir trauten unseren Augen kaum. Aber im Schlafzimmer legte sie sich wieder schwer atmend auf ihr Kissen. Da wussten wir, dass die Entscheidung richtig war. Herrchen und Maik waren bei ihr und ich streichelte sie, küsste sie und hielt ihr das Pfötchen.

                                                                           Melly schlief ganz sanft ein.

Wir machten die Schlafzimmertür auf und alle Hunde kamen, um sich von Melly zu verabschieden. Sie sollten sie nicht suchen. Ich glaube, sie hatten alle verstanden, was geschehen war. Lissy legte sich neben sie, Jessy schaute sie ganz lange an und unser Duncan setzte sich zwischen Melly und sein Herrchen. Seine Augen schienen zu fragen, ob er nun nie wieder mit Melly gemeinsam abends die Rehe verbellen könne.

Melly ging über die Regenbogenbrücke. Meine Tara stand schon wartend da und nahm sie dort auf. Hier wird sie nun ihre Shila, die sie so geliebt hat, wieder sehen. Sie können wieder gemeinsam über die Wiesen streifen und tiefe Löcher buddeln.

Zurück bleiben nun wir Menschen, mit den vielen Tränen, die wir um Melly weinen. Auch der Himmel hat den ganzen Samstag lang geweint. Sie fehlt so sehr! Kein blonder Kurznasencollie mehr, wie sie unsere Freundschaft immer liebevoll nannten, läuft zwischen unseren Collies. Keine Löcher mehr zubuddeln? Kein Begrüßungsgrinsen mehr? Kein Bellen eines Retrievers mehr? Keine zerpflückten Bälle mehr? Kein wärmendes Rückenteil mehr im Bett?

                                                                                          NEIN.

Wir werden lernen, damit zu leben. Es wurde Leben im Tarlisland am 01.05.13 geboren und es wurde uns am 25.05.13 ein Leben genommen. Wir werden stark sein.

Liebste Melly. Wir haben heute eine Kerze für dich angezündet, diese wird verlöschen. Aber dich, mein Schatz, werden wir auf ewig in unseren Herzen haben.

In riesengroßer Liebe dein Maik, dein Herrchen und dein Frauchen.

Zum Abschied noch einige Bilder von dir:

   

 

             Das war dein letzter Tag, den wir mit dir teilen durften:

Dein Lieblingsplatz

Lissy legte sich neben sie.

Unsere Hunde nehmen Abschied.

 

.Melly ging ins Regenbogenland.

 
Alles Liebe zu dir ins Regenbogenland! Dein Frauchen
 

Die Regenbogenbrücke

 
  25.05.14
Liebste Melly,
lange hatte ich gebraucht, bis ich bereit war, dich gehen zu lassen. Dann erschien eines Tages ein wunderschöner
Regenbogen über unserem Haus. Da wusste ich, Tara steht an der Brücke und nimmt dich mit ins Regenbogenland.
Nun ist es ein Jahr her, dass du nicht mehr bei uns bist. Aber in unseren Herzen lebst du weiter!

In großer Liebe Dein Frauchen und der Rest der „Rasselbande“.

Ich habe noch ein wunderschönes Bild von dir gefunden, dass Sandra gemacht hatte und welches eine Postkarte
geworden ist. Ich möchte es hier noch mit einfügen.

 
     
 

 

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